Eisenbahn

Deutsche Bahnszene

In Deutschland wurde mein Interesse an der Eisenbahn geweckt. Es gibt hier auch viel Abwechslung mit Zügen und Lokomotiven aller Art. Dazu ist der Personenverkehr relativ gut, so dass das Bahnreisen eine angenehme Option ist. Meine Eltern fotografierten hin und wieder die Eisenbahn. An Pfingsten 1978 war auf der schmalspurigen (750 mm) Jagsttalbahn ein Museumszug unterwegs. [Mai 1978].
Von 1971 bis 1988 betrieb die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte regelmässige Personenzüge mit Dampflok. Dafür wurde die Dampflok Helene benutzt, welche 1919 von Henschel & Sohn gebaut wurde. [Mai 1978].
Nachdem 1986 der Transport von Zuckerrüben auf die Strasse ging und die Strecke grossen Sanierungsbedarf zeigte, wurde jeglicher Betrieb auf der Jagsttalbahn im Dezember 1988 eingestellt. Bis dahin lebte der Dampfbetrieb aur der Strecke aber noch einige Jahre. [Mai 1978].
Ein Erlebnis waren das Eisenbahnfest Gammertingen an Ostern 1983. Hier dampft Lok 11 der Hohenzollerischen Landesbahn auf der Schwäbischen Alb mit Tender voraus. [Apr 1983].
Lok 11 der Hohenzollerischen Landesbahn ist in Sigmaringen Landesbahnhof mit dem Sonderzug aus Gammertingen angekommen. [Apr 1983].
Eine Diesellok der Baureihe 212 der Deutschen Bundesbahn zieht eine Lok der Baureihe 52, ehemals im Besitz der Östereichischen Bundesbahnen, und der Baureihe 23, ehemals der Deutschen Bundesbahn, durch das Laucherttal auf der Schwäbishen Alb. Beide Dampflokomotiven gehörten damals der EUROVAPOR in der Schweiz und haben deshalb einen Wagen der schweizer Südostbahn dabei. Das Foto wurde vom Nägelesfelsen gemacht. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich dort ausrutschte und fast die steilen Felsen herunterfiel. Ich konnte mich gerade noch am Geländer halten und mein Bruder hat mich wieder heraufgezogen. [Apr 1983].
Das 150. Jubiläum der Eisenbahn in Deutschland wurde 1985 gefeiert. Neben vielen anderen Feiern, gab es auch in Friedrichshafen ein Bahnhofsfest. Hier verlässt eine Diesellok der Baureihe 218 den Bahnhof mit dem Rheingold-Museumszug. [1985].
Leider hatte ich keinen guten Fotoapparat als ich in Deutschland lebte und musste noch viel mehr über Fotografie und Landschaftsbilder lernen. Deshalb hab ich auch kaum gute Bilder aus dieser Zeit. Aber selbst als Eisenbahnfan mit der kleinsten Kamera, mussten doch ein paar Bilder gemacht werden. Eine Lok der Baureihe 110 mit einem Nahverkehrszug in Westerstetten. [Okt 1991].

Die 103er war die klassische Schnellzuglok - wer könnte sie je vergessen? Ihr Aussehen versprach hohe Geschwindigkeiten und komfortables Reisen. Und das hielt sie auch. Hier kam sie in Westerstetten auf der Schwäbischen Alb um eine Kurve. Die Lok trägt noch die alte TEE-Farbgebung während die Wagen schon in der damals neuen InterCity-Farbgebung sind. [Okt 1991]

Der InterCity Experimental wurde 1985 zur Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen geliefert. Er wurde für Tests und Publikumsarbeit benutzt, fuhr aber nie im fahrplanmässigen Verkehr. Zum 150-jährigen Jubiläum der Badischen Eisenbahn war der ICE bei einer Ausstellung in Karlsruhe mit dabei. Dahinter ist eine Dampflok der Baureihe 012. [1990]
Ein neuer Zug der 1980er war der Dieseltriebwagen 628. Auf der Schwäbischen Alb bei Bissingen hab ich ein unscharfes Foto von einem dieser Züge gemacht. [1990].
Im Jahr 1991 fuhren wir nach Dresden um Ostdeutschland nach der Wende kennen zu lernen. Hier ist eine Elektrolok der Baureihe 243 in Dresden Hauptbahnhof. [Okt 1991].
Die Schmalspurstrecke von Radebeul Ost nach Radeburg wurde damals, so wie heute noch, von Dampflokomotiven betrieben. [Okt 1991].
Ein Triebwagen der recht seltenen Baureihe 627 ist gerade von Tübingen kommend in Aulendorf eingelaufen. Er war vor allem auf Strecken um Oberschwaben und in Bayern anzutreffen. [1990]
Als der Schienenbus schon nicht mehr so häufig war, sah ich dieses Exemplar in Seckach auf einem Nebengleis. Übers Wochenende hatte er Ruhepause und würde am Montag dann wieder Fahrgäste befördern. [1991]
Ein Schienenbus ist in Altshausen angekommen auf der Fahrt von Sigmaringen nach Aulendorf. [Mai 1992].
Hermann Frank war 2000 in Deutschland und hat einige Eisenbahnaufnahmen gemacht. Am 1. Januar 1994 wurde die Deutsche Bahn AG durch eine Fusion der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn gegründet. Mit neuem Logo und neuer Farbgebung kommt eine Lok der Baureihe 110 in Bügelfaltenversion in Hochspeyer an. [2000].
Auch Lokomotiven der ehemaligen Deutschen Reichsbahn kamen nun auch in den Westen, insbesonders Elektrolokomotiven der Baureihe 143. Diese Lok ist mit einem Doppelstockzug in Hochspeyer unterwegs. [2000].
Die Deutsche Bahn beschaffte auch selber bald Triebfahrzeuge, so etwa diese Dieseltriebwagen der Baureihe 643, vom Typ Bombardier Talent. Einer dieser Triebwagen ist in Bad Münster unterwegs. [2000].
Die Deutsche Bahn führte ab 1995 im Fernverkehr Steuerwagen ein. Davor wurden in Deutschland Steuerwagen nur im Nahverkehr eingesetzt. Die Steuerwagen wurden aus relativ neuen Schnellzugwagen gebaut, und hatten eine charakteristische Frontpartie. Einer dieser Steuerwagen ist hier in Mühlacker. [2000].
Das Karlsruher Modell wurde bekannt in dem es Stadtbahnwagen sowohl auf Strassenbahnschienen in der Innenstadt von Karlsruhe, als auch auf Eisenbahnstrecken im Umfeld verband. So verkehren die Linien in der weiteren Region in einem guten Takt und mit enger Haltedichte. Hier ein Zweisystemzug der Albtalverkehrsgesellschaft in Pforzheim. Im Hintergrund ist ein Dieseltriebwagen der Baureihe 628 in der alten Farbgebung. [2000].
Ein Besucher aus Italien in Stuttgart. Die Cisalpino AG betrieb den Fernverkehr durch die Schweiz nach Italien. Sie war eine gemeinsame Gesellschaft der schweizerischen SBB und der italienischen FS. Diese Pendolino-Züge der Baureihe 470 wurden in Italien von Fiat gebaut und waren von geringer Qualität und sehr anfällig. [2000].
Bei späteren Deutschlandbesuchen konnte ich ein bessere Bilder schiessen. Im Juli 2005 kam ich wieder mal nach Deutschland und fuhr nicht nur mit Zügen sondern konnte auch ein paar Fotos von ihnen schiessen. Am besten fang ich in Hamburg, der Hafenstadt im Norden Deutschlands, an. Es gibt hier mehrere U-Bahn-Lininen die das Stadtzentrum erschliessen. Allerdings verläuft die Bahn mehr auf Brücken über den Strassen als durch Tunnels. Hier fährt ein Zug nahe der Elbe über so eine Brücke mit dem Michel, der evangelischen Michaeliskirche, im Hintergrund. [Jul 2005]
Die Vororte werden in Hamburg mit der S-Bahn verbunden. Der Fahrstrom wird hier durch eine dritte Schiene gespeist, und nicht durch die Oberleitung wie sonst in Deutschland üblich. Die Deutsche Bahn hatte in den letzten Jahren neue moderne Triebwagen für die Hamburger S-Bahn beschafft. Hier ein Zug in Hamburg - Neugraben. [Jul 2005]
Im weiteren Regionalverkehr um Hamburg wurden vor allem Wendezüge mit Dieselloks der Baureihe 218 eingesetzt, da nicht viele der Strecken im Umland eletrifiziert sind. Hier ein Regionalexpress im Bahnhof Buxtehude. [Jul 2005]
Die Strecke von Lübeck führt durch den Hamburger Vorort Wandsbek. Ein Regionalexpress nach Hamburg hat gerade den Bahnhof Wandsbek verlassen und die 218 beschleunigt den Zug um pünktlich in Hamburg einzutreffen. In diesem Vorort, der einst im Holsteinischen lag, lebte und wirkte um 1800 Matthias Claudius als Schriftsteller. 1771-1775 war er Herausgeber des "Wandsbecker Bothen". Der Moderne kritisch gegenüber stehend, befasste er sich doch eindringlich mit den Ideen seiner Zeit. Sein Abendlied "Der Mond ist aufgegangen" ist beliebt und bekannt. [Jul 2005]
Es gab auch E-Loks im Regionalverkehr. Als ich in Hamburg war, hatte die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) den Betrieb der Regionalzüge auf der Strecke Hamburg - Flensburg - Padborg (Dänemark) von der FLEX AG übernommen. Neben den FLEX Wagen setzte die NOB auch älteres Wagenmaterial ein. Die Lok der Baureihe 185 wurde von der Industrie nicht nur für die Deutsche Bahn entwickelt und wird jetzt von Bahnen in ganz Europa eingesetzt. [Jul 2005]
Im Fernverkehr setzt die Deutsche Bahn unter anderem auch lokbespanntet InterCity-Züge ein. Hier kommen vor allem Lokomotiven der Baureihe 101 zum Einsatz. Sie lösten die klassische 103er im Schnellzugverkehr ab. Hier überquert ein InterCity gerade die Alsterbrücke in Hamburg zwischen Hamburg Altona und Hamburg Hauptbahnhof. [Jul 2005]
Doch für richtigen Komfort und schnelle Verbindungen fährt man am besten mit dem ICE. Diese Hochgeschwindigkeitszüge verkehren mit über 250 km/h im Personenverkehr. Für solche Geschwindigkeiten braucht es aber Neubaustrecken. Auf der kurvenreichen Strecke über die Schwдbische Alb muss auch der ICE langsamer fahren. Hier klettert gerade ein Zug mit zwei ICE-2 Einheiten (Baureihe 402) die Geislinger Steige hoch. [Jul 2005]
In die Gegenrichtung fährt ein InterCity Express mit zwei ICE-3 Einheiten (Baureihe 403). Bei dieser neueren Baureihe ist der Antrieb über den ganzen Zug verteilt und nicht nur im Triebkopf konzentriert wie bei den älteren Baureihen. Auch die elektrische Ausrüstung ist über den ganzen Zug verteilt. Das gibt bessere Adhäsion und schont die Gleise. [Jul 2005]
Oberhalb der Geislinger Steige ist der Bahnhof Amstetten. Hier ist man also richtig auf der Alb oben. Ein Regionalexpress mit modernen Doppelstockwagen hält im Bahnhof, der zu der Zeit gerade umgebaut wurde. Die Zuglok ist eine 111er. [Jul 2005]
Am unteren Ende der Geislinger Steige liegt die Stadt Geislingen, die von der Bahn im grossen Bogen umfahren wird. Schwere Güterzüge benötigen manchmal eine Schublok um die Steigung zu überwinden. Mit diesem Zug wurde die Zuglok der Baureihe 151 allerdings alleine fertig als sie mit Schwung einen Güterzug auf die Steige fuhr. [Jul 2005]
Auch in Süddeutschland waren Lokomotiven der Baureihe 143 recht häufig. Diese Baureihe wurde von der Deutschen Reichsbahn in der DDR entwickelt und leitete dort die Elektrifizierung in den 80er Jahren ein. Seit dem Zusammenschluss der deutschen Staatsbahnen wird sie jetzt in ganz Deutschland eingesetzt, insbesondere im Regionalverkehr. Hier schiebt eine Lok den Regionalexpress von Stuttgart nach Nürnberg. Sie ist gerade in Lauda angekommen. Selbst in diesem wichtigen Bahnknotenpunkt gibt es keine Unter -oder Überführungen. Die Wege über die Gleise werden einfach geschlossen bei der Einfahrt oder Abfahrt der Züge. [Jul 2005]
Die Dieseltriebwagen der Baureihe 628/928 hielten auf vielen ländlichen, nicht elektrifizierten Strecken den Personenverkehr aufrecht. Die Hauptserie wurde in den 80er Jahren entwickelt. Jede Einheit besteht aus einem Triebwagen 628 und einem Steuerwagen 928. Die Züge sind klimatisiert und haben auch einen Gepäckraum sowie ein 1.Klasse-Abteil.
Hier treffen sich zwei Züge in Schrozberg auf der Strecke Crailsheim - Lauda. [Jul 2005]
In der Nähe grösserer Städte hat sich für den Regionalverkehr das Karlsruher Modell bewährt: elektrische Triebwagen fahren in der Stadt auf dem Strassenbahnnetz durch die Strassen und benutzen Eisenbahnstrecken auf dem Land. In Karlsruhe werden Zweisystem-Triebwagen benutzt, die in der Stadt mit Gleichstrom gespeist werden, auf den Eisenbahnstrecken mit Wechselstrom fahren. Eine der längsten Stadtbahnlinien führt von Baden-Baden über Karlsruhe nach Heilbronn. Hier ist ein Zug in Heilbronn. [Jul 2005].
Die Linie führt auch durch Schwaigern bei Heilbronn. Hier hält gerade ein Zug im Bahnhof. Im obersten Stockwerk dieses Bahnhofs wohnte ich als Kleinkind für ein paar Monate und guckte begeistert den damals von Dieselloks gezogenen Zügen zu. [Jul 2005]
Und hier ist ein Foto das mich mit meinem Bruder am Bahnhof Schwaigern zeigt. Damals fuhren hier noch Dieselloks mit Umbauwagen. [Jun 1978].
Einige der vielen deutschen Dampflokomotiven werden von Eisenbahnfans erhalten. Meist verkehren sie auf den kurzen Strecken der Privatbahnen. Die Dampfbahn Kochertal hat ihren Sitz in Crailsheim und setzt von dort ihre Wagen und Lokomotiven auf verschiedenen Linien ein.
Die Lok der Baureihe 50 zieht hier ihren Zug aus Crailsheim Richtung Schorndorf. Am nächsten Tag wird sie dann zwischen Schorndorf und Rudersberg pendeln.[Jul 2005]
Und hier ist die 50 mit ihrem Zug dann auch am nächsten Tag in Rudersberg. Aus Schorndorf kommend überquert sie noch die Strasse und ist schon gleich an der Endstation. An diesem Tag war der Dampfzug überfüllt, aber da es auf der Strecke kaum eine Steigung gibt, bewältigte die Lok das ohne Probleme. [Jul 2005]
Als wir in der Schweiz wohnten, kamen wir hin und wieder auch nach Deutschland. Natürlich kamen wir oft von der Schweiz her. Die InterCity-Züge der SBB verbanden Zürich mit Stuttgart. Von Zürich bis Singen wurden sie von Re 4/4 (420 oder 421) der SBB geführt. Hier hat eine Lok der SBB-Baureihe 421 in Singen vom Zug abgehängt. Der Schafner bindet seine Schuhbändel. [Apr 2015].
Diese Lok der Baureihe Re 4/4 (420) wartet in Singen auf die Ankunft des InterCitys aus Stuttgart. Mit dem Schweizerkreuz ist es deutlich, dass ab hier die SBB den Betrieb führt. [Jan 2016].
Zwischen Singen und Stuttgart führten dann deutsche Lokomotiven den InterCity. Oft waren es schöne, alte Loks, so wie etwa diese 115 der DB Fernverkehr, die für lange Jahre als Baureihe 110 ihren Dienst getan hatte. [Apr 2015].
Loks der Baureihen 101, 110, 111, 120 und 181 taten noch zwischen Stuttgart und Singen ihren Dienst. Die klassischen Loks, die komfortablen SBB-Wagen, die schöne Landschaft, das alles machte die Reise auf der Gäubahn zum schönen, wenn auch nicht schnellen, Erlebnis. Eine Lok der Baureihe 115 (ehemals 110) in der Farbgebung des Autoreisezugs ist vor dem InterCity nach Zürich in Stuttgart. [Jan 2014].
Im Regionalverkehr fuhren zwischen Stuttgart und Singen aber moderne Züge. Eine Lok der Baureihe 146 steht mit ihrem RegionalExpress aus Doppelstockwagen im Bahnhof Singen. [Apr 2015].
Im Nahverkehr hat sich in Deutschland in den letzten 20 Jahren einiges getan, und oft ist das Angebot besser geworden, auch durch höhere Investitionen der öffentlichen Hand. Im Nahverkehr zwischen Schorndorf und Rudersberg ist die Württembergische Eisenbahngesellschaft unterwegs. Hier ein RegioSprinter in Schorndorf. [Jan 2014].
Die Baureihe 111 wurde 1974 bis 1984 von der Deutschen Bundesbahn in Dienst gestellt, und waren noch lange im schnellen Regionalverkehr unterwegs. Eine 111er steht mit ihrem Zug in Aalen, kurz vor der Abfahrt nach Stuttgart. [Jan 2016].
Ein Dieseltriebwagen der Baureihe 628 kommt in Aalen auf der Fahrt nach Ulm an. [Jan 2016].
So sieht die Sicht vom Führerstand eines 628-Triebwagen auf die Strecke aus. Der Zug ist auf der Brenzbahn zwischen Aalen und Ulm unterwegs. [Jan 2016].
In Ulm trafen wir sogar noch eine 103er an, die heute eine Museumslok ist. Sie hatte einen Zug aus Stuttgart gebracht und fuhr dorthin ohne Zug zurück. [Jan 2014].
Die Autofähre zwischen Romanshorn nach Friedrichshafen ist auch eine Verbindung zwischen dem schweizer und dem deutschen Schienenverkehr. In Friedrichshafen Hafen kommt ein RegioSprinter der Bodensee-Oberschwaben-Bahn an. Das Logo erinnert an die Geiss im bekannten Lied Auf der schwäb´schen Eisebahne. [Feb 2015].
Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn verkehrt mit RegioSprintern zwischen Friedrichshafen und Aulendorf. Sie war eine Initiative der Landkreise und des Bundeslandes und ist seit 1993 unterwegs. Viele kleinere Bahnhöfe wurden wieder in Dienst genommen, und es brauchte keinen Busverkehr mehr. Ein RegioSprinter im Bahnhof Friedrichshafen Hafen. [Feb 2015].
Ein weitere Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und der Schweiz ist in Lindau. Ein EuroCity von München her kommend fährt mit zwei Dieselloks der Baureihe 218 am Kopf in den Inselbahnhof von Lindau ein. Von dort wird dann eine Elektrolok der SBB den Zug übernehmen und über Bregenz (Österreich) und St. Gallen den Zug nach Zürich bringen. Ab Dezember 2020 wurden diese Wagenzüge mit elektrischen Triebzügen ASTORO ersetzt, da die Strecke auf der deutschen Seite endlich elektrifiziert war. Seither halten die EuroCity nicht mehr in Lindau Hbf, sondern nur noch in Lindau-Reutin. [Aug 2015].
Von 2007 bis 2020 fuhr der ALEX Süd von Lindau und Oberstdorf über Immenstadt nach München. Er war dadurch der Nachfolger des Allgäu-Express, der von 2003 bis 2007 unterwegs war. Die ALEX-Züge wurden von der Länderbahn betrieben. Hier im Allgäu wurden die Züge von Siemens-Eurorunner-Dieselloks (Baureihe 232) gezogen. In Lindau Hbf steht ein ALEX Süd zur Abfahrt bereit. Daneben steht ein Neige-Triebwagen der Baureihe 612 der DB. Dahinter sind weitere Dieseltriebwagen der DB abgestellt. Man sieht die Baureihen 643 (Talent) und 628. Links steht ein elektrischer Talent-Triebzug der ÖBB. [Aug 2015].
In Basel ist die wichtigste Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und der Schweiz. Ein ICE aus dem Norden Deutschlands ist in Basel Badischer Bahnhof angekommen und fährt von dort weiter nach Basel SBB, und dann nach Interlaken. Der Badische Bahnhof in Basel ist auf schweizer Land, wird aber von der Deutschen Bahn betrieben. [Jan 2016].
Die Regionalzüge der Deutschen Bahn fahren von Basel Badischer Bahnhof ab. Dieser Neigetriebwagen der Baureihe 611 fährt als InterRegioExpress von Basel dem nördlichen Rheinufer entlang nach Singen, dann dem Bodensee entlang nach Friedrichshafen, und von dort nach Ulm. Er wird dabei mehrere Male die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland überqueren. [Jan 2016].
Auf der Strecke von Basel nach Singen gibt es in Waldshut eine Schienenverbindung zwischen der Schweiz und Deutschland. Ein Triebwagen der Baureihe 560 der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) kommt in Waldshut an. [Nov 2015].
Diese Triebwagen der Baureihe 641 werden von der Deutschen Bahn für den Lokalverkehr in Südbaden eingesetzt. Ein Triebwagen steht in Waldshut bereit um als Ausflugszug nach Weizen fahren. [Okt 2015].
In Weizen hat der Regionalzug an die Dampfzüge der Sauschwänzlebahn. Während nur wenige Passagiere mit dem Regionalzug ankommen, ist der Dampfzug und so auch der Bahnsteig voller Leute. [Okt 2015].
Lok 262 steht am Kopf des Zuges in Weizen. Sie ist zur Abfahrt nach Blumberg bereit, wird aber noch von Menschenmengen bewundert. Die Lok wurde 1954 von Henschel für die Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn (FKE) als Unikat gebaut. [Okt 2015].
Der Zug hält an der Haltestelle Lausheim-Blumegg. Die Museumszüge auf dem zentralen Stück der Wutachtalbahn werden seit 2014 von der Stadt Blumberg betrieben. Davor betrieb ein Verein viele der Züge. Die Stadt Blumberg kaufte 2013 einige Umbauwagen und die Lok 262, welche seit 2015 auf der Strecke in Betrieb ist. [Okt 2015].
Die Bahn wird Sauschwänzlebahn genannt, weil sie auf der Karte so geringelt aussieht wie der Schwanz eines Schweins. Die Bahn windet sich über Schleifen, Tunnel und Brücken von Weizen nach Blumberg-Zollhaus. Die Strecke wurde einst als Militärbahn gebaut um die Schweiz zu umfahren. Der Zug fährt über das Biesenbach-Viadukt. [Okt 2015].
Von Blumberg-Zollhaus aus gibt es regelmässigen Personenverkehr nach Norden. Der Ringzug der Hohenzollerischen Landesbahn verkehrt von hier aus nach Immendingen, und weiter im Schwarzwald. Ein RegioSprinter-Triebwagen steht im Bahnhof Blumberg-Zollhaus. [Okt 2015].
Lok 262 nimmt währendessen in Blumberg-Zollhaus Wasser. Am Nachmittag wird sie zur nächsten Fahrt nach Weizen und zurück aufbrechen. [Okt 2015].
Als wir 2025 wieder kurz in Deutschland waren, verkehrten diese Stadler-KISS-Züge der Baureihe 4010 als InterCity zwischen Zürich und Stuttgart. Die Deutsche Bahn kaufte 2019 siebzehn dieser Züge von der österreichischen Westbahn. Die DB setzte die Züge bis 2025 auch zwischen Stuttgart und Zürich via Singen und Schaffhausen ein, bevor die Züge an die ÖBB verkauft wurden. Hier ist einer der Züge in Stuttgart angekommen. [Mai 2025].
Die KISS-Triebzüge konnten auf der kurvenreichen Strecke doch recht schnell fahren. Hier ist der Bildschirm des in Stuttgart pünktlich ankommenden Zugs. [Mai 2025].
BWegt ist die Naverkehrsgesellschaft von Baden-Württemberg, die dem Bundesland Baden-Württemberg gehört und die Nahverkehrsleistungen von Verkehrsunternehmen bestellt. Die meisten neuen Züge im Nahverkehr müssen jetzt die weiss-gelb-schwarze Farbgebung mit BWegt-Logo tragen. [Mai 2025].
Ein MEX (MetropolExpress) von Stuttgart nach Osterburken hält in Heilbronn. Der Zug bestehend aus zwei Talent 3-Triebzügen 442 wird von der SWEG (Südwestdeutsche Landesverkehrs GmbH) betrieben. Die Züge sind in der Farbgebung von BWegt mit dem Logo von SWEG. [Mai 2025].
Bombardier gewann Verträge für die Lieferung von Talent 3 in Österreich. Es gab allerdings Verzögerungen und Bombardier konnte wegen Problemen keine Zulassung für Österreich bekommen. So wurden die Züge von der ÖBB und anderen österreichischen Verkehrsunternehmen nicht angenommen. Sie erhielten die Zulassung für Deutschland und wurden so an deutsche Verkehrsunternehmen vermietet. Hier ist ein Talent 3 in der rot-weissen österreichischen Farbgebung neben den Baden-Württemberg - Talent 3 in Heilbronn. [Mai 2025].
Viele Züge in Deutschland sind zur Zeit voll und unpünktlich. Investitionen in die Infrastruktur wurden zu lange vermieden und der Zugverkehr erhöht. Hier ein Talent 3 als RegionalExpress nach Würzburg. [Mai 2025].
Ein RegionalExpress von Uelzen nach Schönebeck-Bad Salzelmen kommt in Schönebeck, Sachsen-Anhalt, an. Er hat die typischen Doppelstockwagen im Regionalverkehr. Sie werden auch hier in Ost-Deutschland eingesetzt. [Mai 2025].
Die InterCity-Doppelsteckwagen sehen ähnlich aus, aber in weiss. Hier fährt ein Intercity durch Schönebeck. [Mai 2025].
Triebwagen der Baureihe 628 konnte man sogar noch in Ostdeutschland im 21. Jahrhundert antreffen. Hier hab ich einen von ihnen von einem anderen Zug aus aufgenommen. [Mai 2025].
Neige-Triebwagen der Baureihe 612 in Doppeltraktion fahren aus dem Bahnhof Erfurt aus Richtung Würzburg über Schweinfurt und Meinigen. Diese RegionalExpress-Linie ist auch als Mainfranken-Thüringen-Express bekannt. [Jun 2025].
Auch die ICE-Züge der Baureihe 401 waren noch immer im Betrieb. Hier kommt einer von ihnen im Bahnhof Erfurt an. [Jun 2025].
Auf dem Nebengleis kommt dann einer der neueren ICE-Züge der Baureihe 412 an. Diese Züge können mehr Personen befördern, sind aber nicht so schnell. [Jun 2025].
So sieht es im Innern eines ICE 4 (Baureihe 412) aus. Es gibt jetzt nur noch Grossraumwagen, mit Zweiergruppen, Vierergruppen und Gepäckablagen. [Jun 2025].
Die Erfurter Bahn gehört der Stadt Erfurt und betreibt Industriebahnen um Erfurt und Nahverkehrzüge, vor allem in Thüringen. Hier ist ein RegioSprinter der Erfurter Bahn in Rottenbach unterwegs. [Jun 2025].
Ein RegioSprinter der Erfurter Bahn kommt im strömenden Regen in Rottenbach an. Der Zug ist als RegionalBahn 23 von Saalfeld nach Erfurt unterwegs. [Jun 2025].
Hier ist ein Zug der Erfurter Bahn sehr voll unterwegs. Später in der Fahrt wurde es noch voller. Wie an vielen anderen Orten in Deutschland sind die kleinen Triebwagen oft nicht genug um den Verkehr zu bewältigen. [Jun 2025].
In Rottenbach besteht Anschluss an die Schwarzatalbahn nach Katzhütte, einen Nebenbahn in den Thüringer Wald, die von der Deutschen Bahn betrieben wird. Hier werden die relative kleinen Dieseltriebwagen der Baureihe 641 benutzt. [Jun 2025].
In Sitzendorf kreuzen sich die Züge regelmässig. [Jun 2025].
Die Triebwagen der Baureihe 641 werden auch Walfisch genannt. Sie waren ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt der Hersteller De Dietrich Ferroviaire und Linke-Hofmann-Busch. Beide wurden von Alstom übernommen. Die Deutsche Bahn erhielt 40 der Fahrzeuge von 2001 bis 2002. Die SNCF erhielt 331 Fahrzeuge und die luxemburgische CFL 6 Fahrzeuge. Hier ist so ein Zug in Obstfelderschmiede. [Jun 2025].
Viele Fahrgäste fahren nur bis Obstfelderschmiede. Hier gibt es Zugang zu Wanderwegen, aber noch wichtiger ist die Verbindung zur Thüringer Bergbahn. Im Hintergrund ist ein alte Holzbrücke über die Schwarza. [Jun 2025].
Die Thüringer Bergbahn, auch Oberweißbacher Bergbahn genannt, ist eine Standseilbahn, zusammen mit elektrischer Normalspurbahn nach Oberweißbach und von dort weiter nach Cursdorf. Die Standseilbahn hat eine Spurweite von 1800 mm. Sie hat einen Personenwagen und eine Güterbühne. Hier kommt der Personenwagen an der Talstation in Obstfelderschmiede an. [Jun 2025].
Die Güterbühne wurde einst zum Transport von Güterwagen benutzt. Jetzt wird aber ein Personenwagen auf die Güterbühne gesetzt und sie so zur Personenbeförderung benutzt. Im Sommer wird sogar ein offener Wagen eingesetzt. [Jun 2025].
An der Talstation gibt es noch die Drehscheibe, die früher benutzt wurde um Güterwagen von der Standseilbahn zu einem Nebengleis der Schwarzatalbahn zu bringen. Eine Köf II - Rangierlokomotive steht auf der Drehscheibe. [Jun 2025].
Die Standseilbahn hat eine Länge von 1351 m und überwindet 323 m Höhe. Sie hat eine Steigung von 25%. Hier kommt die Güterbühne mit einem Personenwagen an der Bergstation Lichtenhain an. [Jun 2025].
Die elektrische Flachstrecke verläuft auf der Hochebene von Lichtenhain nach Cursdorf via Oberweißbach. Hier sieht man den Triebwagen 479 203 vom vorderen Wagen aus kurz nach der Abfahrt von Lichtenhain. [Jun 2025].
Drei Triebwagen wurden als Baureihe 279 in den Jahren 1982 bis 1984 gebaut, mit vielen Bauteilen der Berliner S-Bahn. Da im kommunistischen Plan keine Triebwagenneubauten vorgesehen waren, wurde die Konstruktion der Triebwagen als Rekonstruktion bezeichnet, aber es wurden kaum Teile der alten Triebwagen benutzt. Inzwischen als Baureihe 479 bezeichnet, fährt ein Zug bei Lichtenhain. [Jun 2025].
Der Triebwagen 479 205 wurde 2016 umgebaut. Er hat nun ein Glasdach, offene Fenster, nur noch einen Führerstand und keinen Stromabnehmer mehr. Aber er hat immer noch einen Motor und wird vom anderen Triebwagen mit Strom versorgt. [Jun 2025].
Die Züge der Oberweißbacher Bergbahn verkehren jede halbe Stunde. Die Züge brauchen für die Fahrt von Lichtenhain nach Cursdorf 8 Minuten. Hier ist ein Zug bei Oberweißbach unterwegs. [Jun 2025].
Die Oberweißbacher Bergbahn wurde 1949 in die Deutsche Reichsbahn eingegliedert und ist so seit 1994 Teil der Deutschen Bahn. Hier im Thüringer Wald kann man gut der Bahnstrecke entlang wandern. [Jun 2025].
Dieser Zug ist bei Oberweißbach unterwegs. Die kleine Stadt von weniger als 1000 Einwohner hat eine Kirche für 2000 Gottesdienstbesucher, mit einer Kanzel auf der 12 Personen Platz haben. Die Stadt war durch den Olitätenhandel recht wohlhabend. [Jun 2025].
Die Triebwagen sind in der Endstation Cursdorf. Im Hintergrund sieht man ein mit Schieferplatten gedecktes Haus, wie es typisch für den Thüringer Wald ist. Da die Bahnsteige recht hoch sind gibt es hier einen stufenlosen Einstieg in den Zug. Der Zug wird gleich wieder zurück nach Lichtenhain fahren. [Jun 2025].